September 2025: September: Kriminelle suchen sich gezielt Trauernde aus

Nach Einschätzung der hessischen Polizei nutzen Betrüger immer wieder die emotionale Ausnahmesituation von Hinterbliebenen aus, um Straftaten zu begehen.

Sie spähen Traueranzeigen aus, um sich Informationen über Verstorbene und Hinterbliebene zu verschaffen, warnt das hessische Landeskriminalamt. Die Kriminellen nutzten die Daten dann für Schockanrufe, falsche Rechnungen oder Einbrüche während Beisetzungen.

Besonders gefährdet sind Angehörige, die zu viele persönliche Daten öffentlich preisgeben. “Wichtig ist, bei einer Traueranzeige so wenig Informationen wie möglich zu geben”, betont Dirk Hintermeier, Präventionsexperte des LKA.

Angaben zu Angehörigen, Adressen oder Terminen könnten von Tätern gezielt missbraucht werden. Die persönlichen Daten behielten zudem oft über Jahre ihre Relevanz.

Auch Fälle von Identitätsmissbrauch

“Bevor man eine Traueranzeige schaltet, sollte man sich ein paar Gedanken machen: Ist die Information wirklich nötig oder nicht? Können vielleicht Dritte diese Information nutzen, um Straftaten zu begehen?”, rät der Experte.

Neben klassischen Betrugsmaschen verzeichnet die Polizei auch Fälle von Identitätsmissbrauch Verstorbener.

Kondolenzschreiben besser an Bestatter schicken lassen

Das Problem mit Betrugsversuchen im Zusammenhang mit Trauerfällen ist auch beim Bestatterverband Hessen bekannt. In keinem Fall sollte man bei Todesanzeigen die Privatadresse angeben, erklärt der Verband. Stattdessen sollen die Kondolenzschreiben an den Bestatter geschickt werden.

Quelle: dpa/lhe
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